Winterwanderung

.... eine Tradition der Lehrer ...

 

von W.R. Francke

 

Am letzten Schultag vor den Winterferien geht es immer mittags los - Wanderungen bis 10 km ... in die nähere Umgebung des Schulstandortes des Gymnasiums Genthin. Am frühen oder späten Abend geht es mit Bus oder Bahn zurück nach Haus. Grundidee dieser nun schon zur Tradition gewordenen Wanderung beruht auf folgenden Gedanken:

Während der Schularbeitszeit hat man kaum Zeit, mal Probleme auszudiskutieren, schon gar nicht privat, unterwegs für 2-3 Stunden schon eher, zum anderen lernt man die nähere Heimat und die Kollegen besser kennen. Für die "Heimat" besonders wichtig, denn viele Kollegen sind keine Genthiner.
Und außerdem aktiviert jeder seine "müden Knochen" ein wenig. Grundprinzip ist für jede Wanderung seit 10 Jahren - jedes Jahr eine andere Tour "und - oder" ein anderes Ziel.
Es klappt nicht immer und langsam wird es schwierig.

 

Probleme

  • eine Gaststätte für 30 - 40 Personen zu finden, die gegen 14-15 Uhr Mittagessen zubereitet.
  • neue Touren - neue Ziele werden behindert durch den Wegfall vieler Bahnübergänge in den Wäldern zwischen Kade - Genthin und Genthin - Güsen.
  • Wegfall der Bahnverbindung Genthin - Bergzow, Genthin - Kade, Genthin - Jerichow, Güsen - Jerichow, Güsen - Ziesar.
  • Anfahrt zum Start, Rückfahrt

Es begann im Schuljahr 1990/1991

... damals noch das Gymnasium Genthin und ein kleines Kollegium. Die ehemaligen Kollegen der alten EOS wanderten immer bis Kader-Schleuse und kehrten dort ein, gegen 20 Uhr fuhr dann ein Zug nach Genthin zurück. Also was lag näher, als das erst mal zu übernehmen. Ca. 7 - 8 km auf der Chaussee nach Kade nahmen 7 Kollegen in Angriff.

1991/1992

... waren wir schon 20 Personen, die das Ziel Kade wieder ins Auge fassten, doch diesmal am Kanal entlang. Zurück fuhr damals noch die DB. Heute nicht mehr.

1992/1993

Unser Gymnasium - jetzt schon Bismarck-Gymnasium - hatte in Parchen eine Außenstelle - also ging es nach Parchen, 8 km. Start am Ortsschild im Süden Genthins in Höhe der Gärtnerei und Baumschule. Durch die Birkheide in den Wald parallel zur B1 über Wiechenberg. Etwa 30 Personen waren dabei. Kurz vor Parchen erwischte uns ein Unwetter. Zurück gings mit dem Bus.

1993/1994

... fuhren wir das erste Mal ein Stückchen mit dem Bus bis Güsen. Über Zerben wanderten wir bis zur Pareyer Mühle und in Parey gings in die Gaststätte "Zur Post". Wir waren über 30 Personen, die die etwa 7km in Angriff nahmen. Für die Rücktour wurde dann der Bus genommen.

1994/1995

... gabs die längste Tour bisher. Über 10 km bis Jerichow. Gestartet wurde am Bahnhof Blockdamm, über Scharteucke, Redekin nach Jerichow. Bis Bahnhof Blockdamm fuhr damals noch die berühmte "Ferkeltaxe". Wir waren 35 Personen, die die Rücktour mit dem Bus oder Bahn absolvierten.

1995/1996

... wie 92/93 nur auf der anderen Seite der B1 bis Parchen, es waren wieder 35 Personen.

1996/1997

... die bislang kürzeste Tour - mit dem Bus bis Parchen , durch den Wald - 5 Steine - Hüttermühle, das Ziel. 38 Personen waren auf diesen 6km dabei. Zurück nahmen wir den Bus.

1997/1998

... dieses Mal ging es wieder mit dem Bus bis Parchen, wo es schon lange keine Außenstelle des Gymnasiums mehr gibt, dafür ist Güsen jetzt Außenstelle geworden. 39 Personen liefen zurück nach Genthin, westlich und etwa parallel zur B1, bis zur alten Berufsschule in Genthin und wir landeten im "Friedensseck". Es waren etwa 9km. Zurück brauchten wir nichts - wir waren ja zu Haus.

1998/1999

... fuhren 38 Personen mit dem Bus bis Güssow. Über Zabakuck, Annenhof bis Roßdorf waren es etwa 8km. Von hier konnte man mit dem Bus zurück, einige schafften es auch zu Fuß.

1999/2000

Start war an der Mühlengrabenbrücke Richtung Mützel. Bei sehr stürmischem Wetter machten sich 40 Personen auf den Weg Richtung Mützel am Mühlengraben entlang. In Mützel kleiner Schwenk in den Wald Richtung Genthin, im Wald selbst Kursänderung - Richtung Hüttermühle. So kommt man zur B107 und zwar genau auf die S-Kurve vor Hüttermühle. Dann Richtung Genthin Abdeckerei. An der Abdeckerei vorbei - Eichelweg - Überquerung des Mühlengrabens - Richtung Wasserturm, so landeten wir im "Arkona". Es waren etwa 7,5 km rund um Genthin.

2000/2001

... Bus bis Parchen. Die Waldwanderung von etwa 9km nach Güsen nahmen wieder 40 Personen in Angriff. Wir landeten in der Gaststätte "Zum Hirsch". Auf dieser Route befindet sich der einzige Bahnübergang zwischen Bergzow und Güsen. Zurück gings mit dem Bus, einige machten noch einen Spaziergang durch Güsen und fuhren mit der Bahn.

2001/2002

... ist geplant wie immer - eine Grundregel für die Touren - das Ziel ist immer eine Überraschung..., es sei denn: einer kennt die Speisekarte, die vorher aushängt, damit die Essenbestellung reibungslos über die Bühne geht, oder man sieht mich während der Vorbereitung in der entsprechenden Gaststätte, oder der Wirt ist gesprächig ...

Treffpunkt 11:00 Uhr Bahnhof Genthin, Abfahrt 11:05 bis Bahnhof Ferchland, zur Täuschung laufen wir in Richtung Redekin etwa 1km, dann Richtungsänderung in Richtung Klietznick, immer durch den Wald auf einigermaßen trockenen Wegen, denn bei stürmischem Regen, der beim Ausstieg aus dem Bus aufhörte, haben sich 37 Kollegen auf den Weg gemacht. Aus dem Wald kommen wir etwa 200m vor dem Ortsschild von Ferchland. Auf dem Deich geht es bis Mitte des Dorfes. An der Fähranlegestelle, die wegen Hochwasser nicht fährt, geht es hinauf zum Steilufer. Oben führt ein wunderschöner Weg bis Derben und in der Bergquelle in Derben haben wir unser heutiges Tagesziel nach etwa 5,5 km erreicht. Mit einigen Nachkömmlingen sind es erstmals über 40 Personen geworden - 41 nehmen am Mittagessen teil.
Und je nach Lust und Laune gehts mit dem Bus ab 15:00 bis 17:00 Uhr wieder nach Hause.

2002/2003

... wie immer viele Spekulationen über das Ziel der diesjährigen Tour, auch durch Fragestellungen aller Art wurde versucht etwas heraus zu bekommen.
Aber nichts da .... Wir fuhren mit Verspätung mit dem Bus erstmal los zur Haltestelle Hüttermühle .
Auf Grund der Umgehungsstrasse machten wir eine kleine Weltreise. Einige lernten das Dorf Mützel dabei kennen. An der Bushaltestelle angekommen mit 38 Personen, gab es erstmal den Startsprit.
Voreilige glaubten nun ,dass es nach Parchen geht, auch während der Pause in 5 Steine glaubte es einige immer noch.
Erst als wir in Wiechenberg die Richtung änderten, wurde klar, das Ziel kann nun nur noch Genthin heißen.
Die Tour war diesmal etwas länger, ca . 10 km und endete im Hotel Stadt Genthin in der Kutscherstube.
Ausgehungert und doch froh über eine schöne sonnige Schneewinterwanderung erwarteten wir die kulinarischen Köstlichkeiten.
Der Ausklang wie immer, nur mit dem Vorteil, wir waren ja fast alle zu Hause.
Na dann bis zum nächsten Jahr...........

2003/2004

... das erste Mal war der letzte Schultag vor den Winterferien ein Mittwoch. Aber trotzdem lief alles wie immer ab: Treffen am Bahnhof Genthin um 11.15 Uhr und als erstes Bus fahren.
Mit dem Ausstieg in Bergzow (Wartehalle) konnte man noch nicht ahnen, wo das Etappenziel sein könnte, auch wenn eine verräterische Speise auf das Ziel hinwies.
Das Wetter spielte gut mit: Der Wind hatte dafür gesorgt, dass die Moraststrecken einigermaßen begehbar waren.
Wir liefen von Bergzow den "Pflaumenweg" Richtung Güsen, aber nicht wie einige vielleicht dachten nach Güsen, sondern nach Parey über den ausgelaufenen Kanal. (Dieser wurde etwa in der Mitte zugeschüttetet, damit keine Brücke gebaut werden musste.)
Ziel war die "Bergschänke" in Parey.
Mit dem Weg, der "Verpflegung" unterwegs und natürlich auch vor Ort waren alle zufrieden.
Wie immer waren wir fast 40 Kollegen, geplant waren 44, aber durch Krankheit kamen nur 38, die die Tour in Angriff nahmen.
Die Rückfahrt war durch Linienbusse gesichert, die am späten Nachmittag alle halbe Stunde zurück nach Genthin fuhren.
Der harte Kern blieb aber bis nach 18.00 Uhr und fuhr mit dem Auto nach Hause.
Also bis zum nächsten Mal...

2004/2005

Der letzte Schultag vor den Winterferien war dieses Mal wieder ein Freitag.
Wie immer war um um 11:00 Uhr Treffen am Bahnhof in Genthin, denn um 11:10 Uhr fuhr der Linienbus nach Fienerode (einschließlich einer Stadtrundfahrt durch Genthin).
Bei der Ankunft um 11:45 Uhr in Fienerode wurde wieder über das Ziel spekuliert. Es war aber nicht Königsrode oder Gladau. Die Wanderung führte mal wieder nach Parchen.

Ankunft in der "Gaststätte Deinert" war wie abgesprochen um 13:30 Uhr zum Mittag.
Nach der üblich gemütlichen Gesprächsrunde wurde dann um ca. 16:30 - 20:00 Uhr die Rückreise per Bus oder privat angetreten.
Dieses Jahr waren wir 38 Lehrer und Lehrerinnen, darunter auch ehemalige Kollegen.
Das Wetter war super, wir hatten strahlenden Sonnenschein bei bis zu 15 cm Schnee, aber durch leichten Frost waren die Wege begehbar.
Es war also eine Winterwanderung im wahrsten Sinne.

2005/2006

„11.10 mit dem Bus nach Parchen“. Diesem Kommando ist unsere nur 33 Mann starke Truppe des Lehrerkollegiums und ehemaligen Lehrern gefolgt. Der Treffpunkt sagt leider noch nicht allzu viel über das angestrebte Wanderziel aus, darum ließen wir uns überraschen.
Herr Francke und Herr Wienmeister, die diesen Tag planten, hielten ihre auserkorene Gaststätte geheim, um niemanden den Spaß vorwegzunehmen. Deswegen spekulierten wir ein wenig.
Von Parchen konnte es nämlich nur nach Gladau, Güsen, Mützel, Fienerode und Hohenseden oder Genthin zurückgehen. Als wir den Weg an der Mühle erreicht hatten, gab es theoretisch nur noch zwei Ziele: Güsen oder Hohenseden!
Nach dem überqueren der Kreuzung nach Güsen bleibt nur noch Hohenseden als Ziel übrig. Etwa 7,5 km später erreichen wir die Gaststätte am Hohensedener Berg an der Straßenkreuzung B1 und Landstraße nach Gladau und Güsen.
Die Essenbestellungen waren vorbereitet, so dass schnell jeder sein Essen bekam.Der letzte Bus ging gegen 17.40, mit ihm fuhr der „harte Kern“ nach Genthin zurück. Einige kamen danach aber an der Gaststätte Kleeblatt nicht vorbei.

2006/2007

Wie immer - Spannung pur am letzten Schultag. 11:10 Uhr Treffen am Bahnhof und mit dem Bus nach Karow fahren. Das lässt noch einiges offen über das Ziel der heutigen Winterwanderung. Erst als Königsrode erreicht ist, ist alles klar. Das Ziel heißt Tucheim. Trotz widriger Windverhältnisse sind die 35 Teilnehmer so schnell wie noch nie über die 10km lange Strecke gewandert.
14:30 Uhr kann das Mittagessen in Gaststätte "Zum Fiener" serviert werden.
Ab 15:30 Uhr fahren Busse im Stundentakt wieder nach Genthin - die Haltestelle ist direkt vor der Gaststätte.
Alles hat wieder gut geklappt - bis zum nächsten Jahr mit einer neuen Winterwanderung...

2007/2008

Nicht nur die Schüler des Bismarck-Gymnasiums sind gestern nach Ausgabe der Halbjahreszeugnisse freudig in die verdienten Winterferien gestartet. Auch deren Lehrer machten sich gleich auf ihre traditionelle Winterwanderung. Das geheime Ziel wusste wieder nur einer.
Von Andreas Pinkert
Fienerode. Wolf-Rüdiger Francke, Gymnasiallehrer für Mathematik, Physik und Astronomie, hatte die Funktion des Wanderführers inne und lotste seine 19 Kollegen von Genthin Richtung Mützel – ein Stück am Mühlengraben entlang – zum Endpunkt der Reise, der Gaststätte von Hartmut Schulz in Fienerode. „Wir haben für rund sieben Kilometer knapp zwei Stunden benötigt. Das muss wohl an den starken Windböen gelegen haben, die uns entgegen bliesen“, sagt Francke, der gestern seine 18. Winterwanderung leitete. „Gott sei Dank hatten wir genügend Proviant für unterwegs dabei.“ Dieses Jahr sei die Gruppe durch viele krankheitsbedingte Ausfälle nur halb so groß wie üblich.
„Für uns ist es eine willkommene Nachhilfe in Sachen Heimatkunde, da wir uns ausführlich die Gastronomie der Region erschließen. Wir steuern schließlich jedes Mal eine andere Gaststätte an“, sagt Schulleiter Gotthard Wienmeister. Nach einem kräftigen Mittagessen machte sich die Lehrergruppe wieder auf den Rückweg nach Genthin – diesen Weg fuhren sie aber mit dem Bus.

2008/2009

Wir trafen uns am Bahnhof und fuhren mit dem Bus nach Redekin. Nach etwa 6 km Wanderung über Äcker und Wiesen kamen wir in Ferchland an. 26 Wanderer saßen dann im "Storchennest" in Ferchland. Mit dem Bus konnte man zurück fahren.

2009/2010

Es ging mit dem Bus bis nach Wiechenberg. Zur Irreführung bis in den Ort Wiechenberg zu Fuß. Dann quer durch den Wald bis in Höhe des Ortsschildes an der B1 Genthin. Die B1 überqueren und den Eichelweg bis zur Unterführung der Umgehungsstraße in Genthin. Endpunkt war die Gaststätte "Schwarzer Bär" in Genthin. Wir waren 23 Teilnehmer, es waren etwa 6 km.

2010/2011

Mit dem Bus ging es bis Schlagenthin. Über 30 Kollegen machten sich bei sehr starkem Wind auf den Weg nach Vehlen. Es sollte die allerletzte Wanderung zu dieser Gaststätte "Ceres" werden. Das ist niveaulos, wie man uns dort behandelte. Hier fand die Verabschiedung des Kollegen Francke aus dem aktiven Schuldienst statt.

2011/2012

Es ging mit dem Bus bis Kader Schleuse, leider nur 17 Kollegen. Es gab 10 sehr kurzfristige Absagen. Vielleicht lag es auch am Wetter, wir hatten Schneesturm und es war sehr kalt. Es ging am Kanal zurück bis Genthin. Auf der Hälfte der Tour gab es eine Glühweinpause, gereicht durch den Hausmeister. Ziel der Wanderung war das "Leckerchen" in der Brandenburger Straße Genthin. Es waren über 8 km.

2012/2013

Treffpunkt war wie immer am Bahnhof Genthin. Mit dem Zug ging es nach Burg. Hier wanderten wir durch die historische Altstadt und dann an der Ihle bis zum Örtchen Gütter. Eine Weiterwanderung durch die Felder war auf Grund der Tauwetterverhältnisse nicht möglich. So fuhren wir mit dem Bus von der Haltestelle Herrenkrug in Burg bis Reesen zur Mühle, unserem Ziel. Gute 6 km und 23 Leute waren unterwegs. Mit dem Bus ging es dann nach Genthin zurück.  

2013/2014

Die 24. Tour des Kollegiums des Gymnasiums beginnt am Haus 2. Die Route führt durch das Gewerbegebiet am Werder in Genthin zum Kanal. Eine Station ist die ehemalige Zuckerfabrik und dann durch den Wald zur neuen Gaststätte "Zum Lehnshof" in Roßdorf. Die guten sechs Kilometer wurden dieses Jahr von 17 Kollegen zurückgelegt werden. Von dort kann man direkt mit dem Bus zurück fahren.