Psychologie

Auch in diesem Jahr organisierte Frau Stachel mit ihrem Psychologiekurs der 11. Klasse einen Projekttag zu Sigmund Freud. In den vorangehenden Psychologiestunden wurde hei ß diskutiert und geplant. Fotos der letzten Jahre wurden rumgezeigt, um einen Eindruck zu vermitteln. Um eine gem ütliche Atmosph äre zu arrangieren, entschieden sich die Sch üler gemeinsam ein Fr ühst ücksbuffet auf die Beine zu stellen. Am Morgen des Projekttages kamen alle Sch üler p ünktlich zu Unterrichtsbeginn in den Klassenraum, bepackt mit gro ßen T üten. Hand in Hand wurde der Raum umgebaut und dekoriert. Matten bildeten die Arbeitsgrundlage. Durch mitgebrachte Decken und Kissen wurde der Platz neben dem besten Freund oder der besten Freundin gesichert. Schokolade, Muffins und Weintrauben lie ßen vergessen, dass an diesem Tag auch gearbeitet wurde. Jeder kennt den Namen Sigmund Freud. Doch wer steckt dahinter? Dies heraus zu finden, war das Tagesziel. Schnell wurde bekannt, dass er 1856 in der heutigen Tschechei geboren wurde, hauptberuflich Arzt war und mittlerweile als der wichtigste Psychologe des 20. Jahrhunderts angesehen wird. Und wor über hat er nun so nachgedacht? Ein spezielles Lernmodell, welches auf Lernen durch Gruppenarbeit, Musik und k ünstlerisches Gestalten setzte, war der Weg zur Antwort. So n äherte sich der Kurs drei verschiedenen Themengebieten. Zuerst kam das Instanzenmodel. Dies ist das Zusammenspiel der Faktoren, die die Entscheidung einer Person beeinflussen. Dazu geh ören das Gewissen ( ÜBER-ICH), die Triebe (ES), die Situation und das Selbstbild, die Einsch ätzung der eigenen Person. Dann folgte die Erkl ärung einzelner Abwehrmechanismen. Grundlage ist die Verdr ängung. Danach kann sich das Unterdr ückte auf verschiedene Weisen bemerkbar machen. Beispielsweise durch Projektion oder Regression. Zu guter Letzt widmete sich die Klasse den menschlichen Entwicklungsstufen. Vom Baby, welches durch In-den-Mund-nehmen alles erforscht, über die Entdeckung des eigenen K örpers zur Pubert ät. Ab jetzt kann jeder erkl ären, wie wir unsere Entscheidungen treffen, warum man eigene Fehler oft bei anderen kritisiert und weshalb S öhne so sehr an ihrer Mutter und T öchter am Vater h ängen. Nach einem Lob von Frau Stachel werteten die Sch üler untereinander den Tag aus. “Ich fand es cool zwischendurch naschen oder trinken zu k önnen, grade weil Frau Stachel da sonst immer recht streng ist. So war ich viel konzentrierter ”, meinte eine Sch ülerin. Bei zustimmendem Gemurmel lobte ein weiterer Teilnehmer die Umsetzung der Thematik und den Einsatz der Lehrerin. Schlussendlich waren sich alle einig, dass die neue Erfahrung positiv war und jeder etwas von dem Tag mitgenommen hat. 

Viktoria Kießwetter, Psychologiekurs 11