Theater - Drei Togen für die Wäscherei

Wer brachte Julius Cäsar um? 
Die Geschichtsforscher glauben es zu wissen. Aber in der Kriminalfarce von Anton Winkelmann, ergänzt mit einer Rahmenhandlung, bekommt dieses historische Spektakel eine andere Note. Eine Schulklasse hat genug vom verstaubten Geschichtsunterricht. Immer nur Bücher wälzen, schreiben und die vielen Geschichtszahlen lernen? Nein, das macht auf Dauer wirklich keinen Spaß. Viel besser wäre es, per Time-Tunnel in die Geschichte einzutauchen und alles hautnah zu erleben. Gesagt, getan. Aber was, wenn man gleich bei der ersten Landung in der Vergangenheit in einen spektakulären Mordfall verwickelt wird? 

 

Der Sänger
Auch Jungs können und wollen singen. Zwar besteht der über 40 Mitglieder starke Chor zum größten Teil aus Mädchen, aber es gibt auch einige Vertreter der männlichen Fraktion, die Gefallen daran gefunden haben, wie zum Beispiel Stefan Löffler. Er findet nicht, dass der Chor nur etwas für Mädchen oder „Streber“ ist, denn er meint: „Der Chor ist einfach spitze!“ Stefan ist nun seit zwei Jahren mit dabei und ist immer noch begeistert von der Musik, den Liedern und allem, was so dazu gehört. Auch ihm gefallen die Veranstaltungen, bei denen der Chor mit von der Partie ist. Natürlich hat auch er noch Lampenfieber vor einem Auftritt, aber sobald es los geht, ist er mit vollem Einsatz dabei. Als Nächstes steht ein Musical zum Thema „68er Jugendkultur“ mit Rezitationen, Tanz und natürlich Gesang aus den 60er Jahren an. Wir bleiben gespannt. (sl)

Die Sängerin
Singen, Tanzen und dabei mit Freunden zusammen sein. Jenny Wolf, Schülerin des Bismarck-Gymnasiums, ist seit vier Jahren im Schulchor. Das mag vielleicht etwas bieder und altmodisch klingen, aber der Chor ist nicht mehr das, was er früher einmal war. Jenny kann dazu nur sagen: „Singen ist eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung.“ Ihr macht es Spaß neue Leute kennen zu lernen und mit Freunden einmal in der Woche Lieder einzustudieren. Es herrscht immer eine super Stimmung und Langeweile kommt bestimmt nicht auf. Besonders die Projekte und Auftritte liegen ihr sehr am Herzen, denn hier kann sie beweisen, was sie und ihre Kollegen so alles drauf haben. Ein besonderes Ereignis ist für sie, jedes Jahr bei der Abiturübergabe singen zu dürfen. Jenny plant keine Musikerkarriere, sondern hat einfach Freude am Singen. (sl)

Der Inspektor
Der Hut ragt tief in das Gesicht hinein. Die Pfeife in der Hand und die Rolle fest im Griff. Charmant, zu weilen etwas kokett und von sich und der Sache überzeugt. Claudia Laubvogel hat (Theater-)Blut geleckt, zu erst in der Kindergruppe des Genthiner Amateur Theaters (Gat), neulich erst beim Weihnachtsmärchen „Die 13. Fee“ und nun in der Kriminalfarce „Drei Togen für die Wäscherei“.
Dort spielt sie den Privatdetektiv Flavius Maximus, der im antiken Rom damit beschäftigt ist, den Mord an dem mause-toten Julius Caesar aufzudecken.
Die 15-Jährige Genthinerin genießt es, in ihrem neu entdeckten Hobby, in andere Rollen zu schlüpfen und sich somit von einer selteneren, nicht all zu gewohnten Seite zu zeigen. Daher spielt sie auch mit dem Gedanken, in späterer Zukunft „etwas in Richtung Theater zu versuchen“. (cp) 
Ausschnitt - von Christoph Pflaumbaum