Musical "Disco Fever"

Der Tanzfilm "Saturday Night Fever" aus den tiefen 70er Jahren war der Beginn eines Kults, der bis heute anhält. Die Tanzikone John Travolta startete seine große Hollywoodkarriere, die smarten Jungs von den Bee Gees landeten mehrere Discohymnen.

 

Ein Schülerprojekt unseres Gymnasiums nahm sich zwei Wochen lang des "Saturday Night Fever" - Kultes an. Unter der Überschrift "Disco Fever" wurde eine bunte Mischung aus Livemusik, viel Theater und natürlich reichlich Tanz zur damals typischen Discomusik am Donnerstag, den 05.04.2001, in der Aula Haus I geboten.
Dabei zeigte sich, dass der "alte Schinken" von vor 30 Jahren nicht an Aktualität verloren hat. Hintergrund der Geschichte:
Der Hauptdarsteller fängt ausschließlich am Wochenende in der Disco an zu leben. Der talentierte Tänzer Alex vegetiert in einem Farbgeschäft vor sich hin, quält sich in einer typisch amerikanischen Familie durch Zoff und Vorwürfe, keine so anspruchsvolle Kirchenkarriere wie sein Bruder eingeschlagen zu haben. Einziger Lichtblick in seinem tristen Leben ist die Tanzerei. Am Samstag Abend in der Discothek "Odyssee 2001" taut der Frauenschwarm für einige Stunden auf und erweist sich als der Mann des Abends überhaupt. Dass er es mit den Mädchen nicht immer so ernst meint und jeden Montagmorgen wieder in den grauen Durchschnittsaltag zurückkehrt, bleibt eher hintergründig.
Unter der Leitung von Kerstin Mosig bildete sich ein mit 35 Akteuren bespicktes Ensemble, das das Musical auf die Beine stellte. Die Tanzgruppe "Crazy Pies" holte sich schwungvolle Unterstützung vom Burger Tanzclub, allen voran der "John Travolta aus Genthin": Alexander Schulze. Für das Projekt formierte sich extra eine Musikgruppe, die live die 70er Jahre Hits präsentieren werden.
Mehrere Monate lang probten die Schauspieler fleißig und die Tanzschuhe der Discoakteure glühten beinahe bei all den Takten der Bee Gees. Die heiße Phase des Probens begann, als sie in das abgeschottete, ruhige Jugendbildungswerk Peseckendorf bei Magdeburg zogen, um dort Tanz, Schauspiel und Musik den letzen Schliff zu geben.
Neben der Premierenveranstaltung hieß es insgesamt 10 mal: "Ha, Ha, Ha, Ha - Stayin' alive.“ Letztendlich sahen über 1500 Zuschauer das Musical. Die Darsteller nahmen sogar etliche (logistische) Strapazen auf sich und 'exportierten’ die Aufführung in die Aula des Gymnasiums Burg, wo sie von ca 300 Zuschauern gefeiert wurden. Auch der Förderverein des Bismarck-Gymnasiums konnte sich über eine Extravorstellung freuen.

Nun, 2 Jahre später, haben die Schüler und Lehrer des Gymnasiums erneut ein Groß-Projekt in Angriff genommen: „Die wilden 60er“. Hierbei handelt es sich um eine imposante Produktion mit 97 Mitwirkenden voll von Tanz, Gesang und ein Wenig Geschichtsunterricht. Neben Berichten über Woodstock und der Thematik „Beatles vs. Stones – wer ist besser?“ beschäftigen sich die Schüler mit der Jugendkultur der DDR der 60er Jahre, mit dem Lipsie-Tanz (er sollte die DDR-Antwort auf den Rock’n’roll werden) und mit den Musicals „Hair“ sowie „Heißer Sommer“.